Der Verein

Von den Anfängen bis jetzt

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde der Wunsch wieder neu geboren, Feste zu feiern wie es auch schon früher gemacht wurde. Der Mensch war voll Hoffnung, so feierte man wieder Waldfeste und auch vor der Erntezeit wurde wieder in „Kuckes“ Scheune getanzt.

Fast alle Bewohner des Dumicketals lebten von der Landwirtschaft. Die Eigenart der Hügel und Berge lenkte das Augenmerk auf die Viehzucht. Die Ackerwirtschaft war nur von bescheidener Bedeutung und diente nur zur Selbsternährung bzw. als Futter für die Tiere im Winter.

Im Sommer 1948 kamen 8 Männer zusammen, um das erste Erntefest in Bühren zu planen und zu feiern. Urheber des Vereins waren Anton Beul, Josef Lütticke, Josef Wintersohl, Albert Wigger, Heinrich Wintersohl (alle aus Bühren), Heinrich Lütticke (Päiters), Otto Rath und Franz Lütticke (alle aus Dumicke).

In der Gründungsversammlung heißt es wörtlich: „Alljährlich soll im Herbst in Bühren ein Erntefest verbunden mit Gänsereiten gefeiert werden. Es soll das Fest der Schulgemeinde Dumicke sein umfassend die Orte: Bühren, Dumicke, Hitzendumicke, Wörmge und Fahrenschotten.“ Heute gehören noch Vossiepen und Uelhoff dazu.

Ein Dumicketal – ein Verein – 3 Stadtbezirke.

In den ersten Jahren fand das Fest nur am Sonntagnachmittag auf den Wiesen bzw. Weiden der Grotemicke unterhalb von Bühren statt. Das erste Zelt bestand aus Fichtenstangen als Gerüst vorüber eine Plane aus amerikanischen Armeebestände von Bergneustadt gespannt war. Dies war zugleich die Gründung des Zeltverleih Heinrich Lütticke. 1950 wurde die erste Satzung ausgearbeitet und beschlossen. Erstmals wurde auch in diesem Jahr beschlossen, am Samstag und Sonntag zu feiern, dies hatte man 1949 schon versucht, war aber an den Musikkosten gescheitert. Die Samstagsfeier 1950 war ein Reinfall und wurde wieder eingestellt. Erst ab 1965, das Freizeitverhalten und die Arbeitszeiten hatten sich geändert, wurde der Samstag ins Festgeschehen eingegliedert und wäre heute nicht mehr wegzudenken.

In der jetzigen Satzung heißt es, der Verein pflegt die Volksgemeinschaft und den Heimatgedanken, fördert die Liebe zum Pferd und Pferdesport und richtet alljährlich nach der Ernte die Feier des Erntedankfestes mit Gänsereiten aus. Unser Verein ist ein Heimat-verein und somit hat er die Aufgabe altes Brauchtum zu erhalten und zu entwickeln, damit es unseren Nachkommen morgen und übermorgen noch Heimat und Geborgenheit gibt. Wir können das Erbe weitergeben mit Traditionsbewusstsein in Gesprächen und Diskussionen. Wer Vergangenheit und Vereinsgeschichte leichtfertig vertut, zerstört Heimat, Sitten und Gebräuche.

Dem Verein gehören mittlerweile 330 Mitglieder an.